Güter auf die Schiene

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Start des Projekts "Güter auf die Schiene"

18-Dec-25

Das Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) Prien und der Verein Netzwerk Logistik (VNL) starten gemeinsam das grenzübergreifende Projekt "Güter auf die Schiene", das von der EUREGIO via salina im Rahmen des INTERREG-Programms Bayern-Österreich 2021-2027 gefördert wird. Ziel ist es, die strukturellen Voraussetzungen für einen wirtschaftlich tragfähigen, grenzüberschreitenden Schienengüterverkehr in der Region Außerfern-Allgäu zu verbessern und die regionale Stimme gegenüber Politik, Verwaltung und Infrastrukturbetreibern zu stärken.

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie Unternehmen in der EUREGIO via salina künftig
besser an den Schienengüterverkehr angebunden werden können. Viele regional ansässige, teils
international tätige Unternehmen verfolgen klare Nachhaltigkeitsstrategien und möchten
Transporte auf die Schiene verlagern. Gleichzeitig fehlen geeignete Rahmenbedingungen: Die
Region Außerfern-Allgäu ist bislang nur unzureichend in europäische Verkehrsnetze und TEN-TKorridore eingebunden und bestehende Schieneninfrastruktur wird überwiegend auf den
Personenverkehr ausgerichtet.

„Unter der Zielsetzung ‚Regionale Anliegen bündeln – politische Sichtbarkeit erhöhen‘ wollen wir
aufzeigen, dass die Unternehmen und Regionen im Grenzgebiet gemeinsam mehr bewirken
können als jeder einzelne für sich allein – und dies auch in der länderübergreifenden
Zusammenarbeit“, erklärt Dr. Petra Seebauer, Geschäftsführerin der LKZ Prien GmbH. „Das vor
Kurzem abgeschlossene EUREGIO-Projekt ‚Außerfern-Allgäu-Link‘ hat gezeigt, dass
Zulaufstrecken zu großen Hauptkorridoren einen wertvollen Beitrag für nachhaltige,
grenzüberschreitende Logistik leisten können.“


Strukturelle Hürden sichtbar machen – Lösungen entwickeln


Ein zentrales Anliegen ist die systematische Aufbereitung der betrieblichen, strukturellen und
regulatorischen Herausforderungen, denen Unternehmen und Eisenbahnverkehrsunternehmen
(EVUs) zugleich begegnen. Diese Themen sollen Entscheidungsträgern aus Politik, Verwaltung
und Infrastrukturunternehmen praxisnah vermittelt werden. Durch regionale und grenzüberschreitende Workshops werden Unternehmen aus Industrie,
Handel und Logistik, Eisenbahnverkehrsunternehmen, Infrastrukturbetreiber, Kammern,
Wirtschaftsverbände sowie Vertreter aus Kommunen, Regionalplanung, Verkehrsverbünden und
Politik aktiv eingebunden. Philipp Wessiak, Vorstandsmitglied vom VNL betont: „Mit unserem Projekt ‚Güter auf die Schiene‘ bündeln wir erstmalig die vielfältigen Stimmen der Wirtschaft aus den Regionen Vorarlberg, Außerfern, Allgäu und Tirol. Gemeinsam schaffen wir die politische Sichtbarkeit, die unsere Unternehmen im Schienengüterverkehr dringend benötigen.“

Rückhalt durch die EUREGIO via salina


Auch die EUREGIO via salina sieht großes Potenzial in der Stärkung des Schienengüterverkehrs.
Marina Kuhn, Geschäftsführerin der EUREGIO via salina, sagt: „Das abgeschlossene Projekt
‚Außerfern-Allgäu-Link‘ hat gezeigt, welch große Bedeutung der Schienengüterverkehr für die
Region hat. Daher unterstützen wir gerne das Folgeprojekt ‚Güter auf die Schiene‘, um die
strategische Bedeutung des Wirtschaftsraums Außerfern-Allgäu noch stärker sichtbar zu
machen.“ Das Projekt setzt auf kontinuierliche Workshops, Informationsaufbereitung und aktive
Öffentlichkeitsarbeit, um politische und ministeriale Entscheidungsträger für reale Bedingungen,
Hemmnisse und Lösungsmöglichkeiten im regionalen Schienengüterverkehr zu sensibilisieren.
Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis zu schaffen und den Umsetzungswillen zu stärken.